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so traurig und schön cri, 30. November 2001 um 18:50:09 MEZ
hier was zum heulenden kinosaal: wir tapferen haben uns am donnerstag das zimmer meines sohnes (la stanza del figlio) angesehen, den neuen film von nanni moretti. eine gutbürgerliche italienische familie, er ist psychotherapeut, sie arbeitet bei einem verlag, die tochter und der sohn pubertieren vor sich hin. alles eitelwonne. perfektes leben. einfühlend und witzig gezeigt mit liebevollen details. der sohn fährt zum tauchen, die tochter spielt basketball, der vater macht visite bei einem klienten, er kommt wieder nach hause und der sohn ist tot. beim tauchen ertrunken. extrem traurige szenen zwischen den familienmitgliedern. herzzerreißend und tränendrückend. eltern und schwester im krankenhaus, am sarg, zu hause. die kamera ist voll nah dran (zb. als der sarg verschweisst wird). die persönlichen emotionalen wirren passieren direkt neben den pragmatischen notwendigkeiten, die das ableben des sohnes mit sich bringt. alle drei (vater, mutter, schwester) klicken mit der zeit irgendwie aber doch aus und verhalten sich nachvollziehbar absurd. zwischen die tränen schwindelt sich ein lächeln. das ende bietet einen möglichen neuanfang an, was die total trostlose traurigkeit wieder erträglich macht. ich kann mich an keinen so traurigen schönen film erinnern. ... Comment
chefin, 02.12.01, 13:11
liberal-bürgerliches Familienidyll
In mir hat der Film vor allem eines ausgelöst: eine ganz heftige, unsinnige und schmerzliche Sehnsucht nach dem liberal-bürgerlichen Familienidyll. Auch wenn mir die Perfektheit der links-liberalen, gutbetuchten und absolut verständnisvollen Familieneinheit ein bisschen arg dick aufgetragen war, konnte ich mich ihrem Sog doch nicht entziehen. Und dann war auch noch alles so schön: Ancona mit seinem Meer und seinen hübschen Häusern und Straßen, die dick bebücherte Wohnung des Psychotherapeuten und seiner Kunstverlags-Frau (aber wahrscheinlich nur halbtags, denn sie hatte immer noch Zeit zu kochen), und vor allem die Menschen der Familie: nicht übertrieben hübsch oder gar gestylet, einfach natürlich schön. Zwischenzeitlich habe ich es gar nicht mehr ausgehalten und mir gedacht, ich muss jetzt sofort nach Italien ziehen, mir einen guten Job suchen, mein Baby heiraten und zwei Kinder in die Welt setzen (einen Jungen und ein Mädchen). Aber das Problem war dann: mit wem identifiziert sich mein Wunschdenken mehr, mit den Eltern oder den Teenage-Kindern? Wahrscheinlich doch eher mit den Kindern, weil die einfach so in diese Geborgenheit reingeboren wurden und gar nichts dafür tun müssen und außerdem alles Spannende noch vor sich haben, also, alles ist für sie noch offen. Extrem kitschig und doch so schön war ja auch die Szene, als die ganze Familie mit dem Auto zum Tennismatch des Sohnes fährt und nach und nach alle gemeinsam einen italienischen Schlager aus dem Auto mitsingen - schief aber fröhlich und laut. Ich glaube, ich bin einfach ein totaler Junkie für das gutbürgerliche-intellektuelle, mittelständische und urbane Leben mit Familie, schöner Wohnung und dem ganzen Pipapo. So geborgen und doch nicht erdrückend. Aber in Wirklichkeit sieht das dann eben doch anders aus als im Film. Wahrscheinlich habe ich einfach meine (geborgene) Kindheit noch nicht überwunden. Und jetzt Seelenstrip Ende. ... Link
cri,
2. Dezember 2001 um 16:20:39 MEZ
ganz unähnlich ging's mir bei dem film auch nicht. aber gegen ein allzu sicheres idyllisches liberal-bürgerliches familienleben regt sich in mir dann doch eine irrationale ablehnung, auch wenn's noch so schön scheint. das hinterlistige daran ist ja, dass dieses hübsche leben nur dann funktioniert, wenn einiges aus der wahrnehmung ausgespart wird und nix ungeplantes passiert. die familie im film war auch nicht nur gutbürgerlich und intellektuell, sondern die konnten mit dem schicksalsschlag sogar relativ gut umgehen. was ich für eher untypisch halte. im "zimmer meines sohnes" wird ein ideal vorgeführt, das durch einen schweren schicksalsschlag auf die probe gestellt wird. und für mich zeigt da der film wie wackelig die sicherheit ist, in der sich die bildungsbürgerliche familie wiegt. "ice storm" fällt mir noch als parallele ein. ... link
altamarroni,
6. Dezember 2001 um 01:39:37 MEZ
an nanni moretti kann und sollte man grundsätzlich seine familienmoral kritisieren. so sehr ich seine filme mag, ich ärgere mich immer wieder. meistens vor allem während ich im kino sitz, nachher bin ich wieder wehmütig. er weiss, wie er mich rumkriegt. ... link ... Comment |
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scheinidylle?