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fernsehen

arte hat heute einen themenabend Hacker: Die Computerrebellen mit 2 dokus: Hacktivisten - Rebellen im Internet und Codename: Linux. müßte ich morgen nicht beweisen, dass ich fit bin in linguistik, würde ich ja einen kommunalen fernsehabend veranstalten. leider diesmal nicht. btw, ich liebe die art der linguisten zu schreiben. zb: "If I say Alexandra fed forty-two lettuces to the llama, I can feel reasonably confident that I have not uttered this sentence before; indeed, this may be the first time anyone has produced it." und ich versuch jetzt auch mal einen satz, den vielleicht noch niemand vor mir geschrieben hat: arno, mach's gut morgen, auf dass wir wieder was zu feiern haben!

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HackTVi$m

dieser artikel (gebloggt auf /.) zeigts mal wieder: hacking wird als waffe in den "corporate battles" (genauso wie terrorismus als staatliches repressionsmittel) eingesetzt.

"5m$ um das Canal Plus digital security system zu sabotieren"
*schlck*

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hackidihack

und die arte-doku wird - glaub ich - zeigen, dass die künstler und geisteswissenschafter den technikern das wort "hacker" stehlen wollen. oder zumindest sich auf unbestimmte zeit ausleihen wollen. also der begriff erfährt eine unglaubliche semantische ausweitung, wenn ich das in meinem linguistischen rausch so bezeichnen darf. interessanterweise hat mark dery seinen essay black to the future schon 1993 so begonnen: Hack this: Why do so few African-Americans write science fiction, a genre whose close encounters with the Other---the stranger in a strange land---would seem uniquely suited to the concerns of African-American novelists? ...

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Hacktivism&Open Source

Der Cyber-Detective Ben Vezke fährt also einen Sportwagen und qualmt Zigarren. Wer hätte das gedacht. Die Electro Hippies in Wales fand ich zum Niederknien: Hühner in der Küche und PCs, die sich beim Laden einer Seite wie ein Presslufthammer anhören. Die Federation of Random Action Typen : Cool, cool, cool.
Der Linuxreport machte mich wuuaarrggggh: Jede Menge Karl Marx und keine einzige Frau. Open Source mag ja trotzdem geil sein, und ich muss zugeben, mich macht es auch an, aber verdammt, das kann ja nicht gesund sein!

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Huch

Ich glaube man kann Open Source nicht verstehen, wenn man die Materie, sprich Software, nicht versteht. Man sieht sonst nur Menschen, die verschieden ausschauen und verschieden reden, aber man versteht sie nicht.

Was die Männerdomäne angeht hast du Recht: unter den hunderten (wenn nicht tausenden) Leuten, die mir im Rahmen von Open Source-Projekten untergekommen sind war keine einzige Frau. Ich glaube ganz einfach, dass der Frauenanteil bei 0,0% liegt. Der Grund dafür ist ein komplexer hormonell-kultureller, kann ich jetzt nicht so auf die schnelle erklären. (Ist aber der gleiche Grund, warum ich nur über Umwege aktiv in Open Source-Projekte involviert bin.)

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aha

ich weiß ja nicht genau, hns, was du damit meinst, dass man software verstehen muss, damit man open source verstehen kann. aber programmieren muss man nicht können, um open source zu verstehen. prinzipiell ist das ja eine urheberrechtsfrage, also juristisch zu verstehen. richard stallmans analogie zwischen code und einem kochrezept ist ja super einfach zu begreifen. und ich hab dabei sofort an coca cola denken müssen. - ich bin ja total dafür, dass man die technologie, die man verwendet vom prinzip her auch versteht, aber einen kernel (oder auch nur irgendeine application) muss ich nicht schreiben können, damit ich weiß, was open source ist. und der community-effekt drum herum - was für mich das eigentlich interessante ist - kann soziologisch erklärt werden.

was die männerdomäne betrifft: joseph weizenbaums erklärung, wonach ein grosser teil der programmierer-gilde unter gebärmutter-neid leidet, finde ich sehr plausibel. :-)

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kernel panic!

ich wollte auch grad fragen, ob es reicht wenn ich den elektronischen menstruationskalender anwenden kann, oder ob ich den kernel hacken muss, um beim thema open source mitreden zu können. scherz. hns hat das sicher in dem sinn gemeint, dass man die hacker nicht versteht, wenn sie über software reden. die bewegung open source lässt sich soziologisch erklären, darauf weist ja schon das wort hin. das hormonell-kulturelle thema würde mich jetzt aber schon sehr interessieren und da bin ich sicher nicht allein.

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ich meinte

dass man verstehen muss, wie die arbeit an software funktioniert, um diese menschen verstehen zu können. Ich selbst sehe mich übrigens als ausserhalb stehend, aber ich habe über die jahre langsam langsam ein verständnis entwickelt. Soziologisch lässt sich das Soziologische erklären und juristisch versteht man das Juristische, das ist aber beides bei weitem nicht alles und IMHO nicht das interessanteste daran.

gebärmutterneid ist eine interessante these. allerdings hätte ich wohl z.b. auch als dreissigjährige frau noch nicht von meiner gebärmutter gebrauch gemacht, was natürlich bei penis- bzw. klitorisneid anders ist, das sind ja eher körperteile des täglichen gebrauchs.

hormonell-kulturelle erklärung geht sich immer noch nicht aus, nur soviel dass es auf den Listen teilweise sehr hart zugeht, sehr hart um Positionen gekämpft wird. Das erfordert sehr spezielle Charakterstrukturen, die auch bei Männern selten sind, bei Frauen aber so gut wie nicht vorkommen (offensichtlich).

OK, es gibt ein gutes Buch zum Thema, das ist "Rebel Code" von Glyn Moody: www.amazon.de (bestellen) www.amazon.com (gucken)

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eine gute quelle ist auch

die linux kernel mailing list: www.uwsg.iu.edu

oder, weil das doch etwas unübersichtlich ist, kernel traffic, eine wöchentliche zusammenfassung der wichtigsten themen auf der Liste: kt.zork.net

(gibt's auch für andere Projekte) kt.zork.net

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Rebel Code

Klingt so, als wäre 'Rebel Code' mehr als eine Historie von Stallman bis Torvalds. Wäre auf jeden Fall ein schöner T-Shirt-Titel. Ich glaube, das werde ich in Lobiz einbauen. Ein Buch, das mir in seiner kritischen Betrachtung von Hightech gut gefallen hat, war 'Schöne neue Cyberwelt', Mythen, Helden und Irrwege des Hightech von Paulina Borsook. Soziologisch und psychologisch interessant. Darin versucht die Autorin z.B. die Wut, die ein Teil der speziellen Charakterstrukturen ausmacht, zu erklären. So Zusammenhänge zwischen Mängel und Kompensierung, und Macht natürlich. Über den Zusammenhang zwischen Coden und Charakter, bzw. Denk- und Emotionenstruktur wüsste ich gern mehr. Mit dem Freudschen Organneid habe ich es nicht so. Aber wenn, dann bin ich schon auch eher bei Weizenbaum, der den Gebärmutterneid sagen wir mal, ernster nimmt, als den Penisneid. Ich glaube, die Abwesenheit einer Gebärmutter hat etwas mehr Frustrationspotential. Aber ich vermute, dass es letztlich doch viel mehr um Anerkennung und Zuneigung geht, als um Reproduktionskontrolle. Vielleicht ist das auch nur eine weibliche Betrachtungsweise. Nachtrag: Hat Weizenbaum den Gebärmutterneid auf die Programmierergilde bezogen, oder auf die KI-Leute, die ja noch mal eine eigene Gattung sind Cri?

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hm

ja, weizenbaum hat den gebärmutterneid - soweit ich mich erinnere - vor allem auf die KI-Leute bezogen. bei denen ist es ja wirklich offensichtlich, weil's bei den radikalen KI-Leuten ja tatsächlich darum geht neue lebensformen zu schaffen. aber wenn der anspruch an software darin besteht, dass sie - einmal gestartet - immer läuft, was mir ja ziemlich sinnvoll erscheint, dann ist das für mich gar nicht weit weg von einem system, das ohne menschliches zutun funktioniert.

"das ist aber beides bei weitem nicht alles" von hns macht mich neugierig. einerseits weil's mich an die japaner erinnert ("ein europäer kann die japanische gesellschaft nicht verstehen"), andererseits weil mich ehrlich interessiert, was da deiner ansicht nach noch alles drinsteckt.

auf nettime wurde übrigens gestern ein interview von florian cramer mit cornelia sollfrank vom ccc gepostet über code, art und feminismus: Hacking the Art OS [1/2] und [2/2]

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ich glaube

der Hauptpunkt, den ich rüberbringen wollte, war der, dass zwischen den politisch oder ideologisch oder lifestyle-motivierten "Hacker-Szene" (CCC, nettime, etoy) zur Open Source-Szene close-to-null Überdeckung gibt. Und dass der Appeal der Open Source-Welt weit schwerer zu verstehen ist als der der ja offensichtlich coolen "Hacker-Szenen".

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wobei mich

diese abgrenzung zwischen open source bewegung und "cooler hacker-szene" schon verwundert. ich nehm's zwar auch so wahr, aber den grund dafür sehe ich eher in den eitelkeiten der gruppen als in deren unterschiedlichen ansprüchen, die ich nämlich eigentlich für recht gut vereinbar halte.

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nein nein nein

wirklich nicht, das sind grundverschiedene Welten und grundverschiedene Sachen um die's da geht. Die einen haben kein Interesse am anderen, die anderen kein Verständnis fürs eine. Es ist ein grosser Unterschied, ob man Texte für Computer schreibt/liest oder Texte für Menschen.

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so wohl so wohl

Die Open Source Bewegung ist ja (wenn auch in einem anderen Sinn) auch politisch und ideologisch motiviert und meiner Meinung nach auch cooler als die Hackerszene (die die meisten ja eigentlich nur aus dem Kino kennen, oder?). Aber da wäre sowohl 'cool', als auch 'Hacker' erst mal zu definieren. Außerdem gibt es bei den beiden Gruppen sehr wohl Überschneidungen hinsichtlich Motivation, Ziel und/oder Zweck. Am Beispiel der Viren-Coder könnte man das vielleicht gut zeigen. Oder vielleicht das Feinbild MS, das vielen Open Sourcers und Hackern gemeinsam ist. Nochmal: Ich verstehe nicht in welchem Sinn du, Hns, das Wort "Hacker" verwendest und zudem ist mir unklar, welche der beiden Gruppen Texte für Menschen schreibt.

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Antworten

hätte ich gern bei Gelegenheit in RL. Ist bei so einem komplexen Thema vielleicht effizienter.

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jo

lang nicht mehr gesehen.

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wäre nett

wenn ihr die antworten aber trotzdem online stellen würdet. sonst ist diese spannende diskussion für mich laien aus wenns gerade am schönsten ist

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schon passiert

wir haben uns zufällig am gleichen abend noch im pulse getroffen. Grossartige Erkenntnisse sind aber auch dabei nicht rausgekommen.

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