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widme mich ja grad intensiv meiner ausbildung; und das wird ja wohl kaum jemandem interessieren hier im weblog, was ich mir da reinzieh - außer vielleicht rolands, aber den habe ich gestern zufällig in der bank getroffen und dann waren wir im amadeus-cafe und haben gefachsimpelt über linguistik.

und außerdem habe ich jetzt eine neue kontemplationsmethode (hängt durchaus mit dem obrigem zusammen): ich spiele am computer "balance of power". ein uralt-top-strategiespiel. kann mich noch an eine review in der zeitschrift happy-computer (wenn das jemandem was sagt ...) erinnern, damals als ich ein teenager war. und das mußte ich nun ausprobieren, nachdem ich auf dieser seite gelesen habe: There's no better geopolitical game on the market, even a decade [d.h. 13 jahre] after its release. If you have even a slight interest in politics, this game is a must-have. da klickt man als usa herum, welchen regierungen (bzw. rebellen-verbänden) man wieviel geld und einheiten zukommen läßt und noch manch anderes. minimal illustriert (ein weltkarte halt) aber uhhh, so addictive. und so lehrreich. aus dem handbuch:

Overall Approach How do you get a country to like you? There are two ways: you can do nice things for it in an effort to convince it to like you, or you can wipe the bastards out. The strategy you pursue depends on your relationship with the country. If relations are relatively good, you should try to buy their sympathies; if the government seems unalterably opposed to you, you should with great regret seek to eliminate it.

realistischer geht's ja gar nimmer!

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Wie

kann das sein, dass ich erst jetzt zufällig im Netz erfahre, dass V.S. Naipaul den Nobelpreis für Literatur 2001 bekommen hat? Wieso sagt mir das niemand?? (und habe ich mir jetzt die totale Blöße gegeben? Huch). Eigentlich war das ja schon lange zu erwarten, eine schöne Entscheidung, obwohl ich das komische Guerrilla-Buch superbrutal, ziemlich machistisch und schwarzenfeindlich fand. Ist aber auch schon alt. Aber das House von Mr. Biswas ist schön (wenn auch nicht gerade spannend). Und: ist mal jemandem aufgefallen, dass nur noch ich was in den Weblog schreibe? Sollen wir den etwa umbenennen? Oder soll ich in Streik treten??

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Dus(s)el

Heute morgen hätte ich am liebsten schon wieder fast geweint, weil die Sonne so schön geschienen hat (was ist denn mit DER los?). Das war so schön, dass es mich ganz traurig gemacht hat. Wie ich zu Arno immer sage, empfinde ich Wintersonne ja als eine richtige Gnade. Aber dann hat sich der Schnürsenkel meiner neuen Zara-Turnschuhe (ja die, die auch die Giga.de-Moderatorin trägt) beim hurtigen Bergauffahren um meine Pedale gewickelt und auf einmal war ich eingezwängt, habe laut geschrien und musste abspringen, was nicht ging. Holla, das war ein Spaß.

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Buhuhu

Astrid Lindgren ist tot. Hab's eben gerade im Radio gehört. Ist das traurig. Sie war praktisch meine ganze Kindheit dabei. Und wenn ich dann später, auch noch in meinen 20ern, mal wieder deprimiert war, habe ich mir die wunderbar idyllische Welt Bullerbü zu Gemüte geführt und mir ging's wieder besser.

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Des Rätsels Lösung

Heute wollte ich endlich mal wieder raus in die Natur, aber nach der dünnen Nudelsuppe beim Vietnamesen, wo der arme Mekong-Wels wieder melancholisch seine Runden gezogen hat, war das Wetter so schlecht, dass es Essig war mit spazierengehen. Also stattdessen ins Hübler.

Die Auflösung zum Eintrag von gestern: die Öffentlichkeit liebt solche Frauen wie Cora Hübsch und Bridget Jones natürlich, weil sie zwar emanzipiert genug sind, ihr eigenes Geld zu verdienen, aber dabei trotzdem nur vom Knight in Shining Armour träumen, total verunsichert ob ihrer Figur sind, obwohl sie eigentlich blendend aussehen (siehe Renee Zellweger), darüberhinaus unintellektuell und völlig schusselig sind und damit also keinerlei Bedrohung für die Männer und die bestehende Gesellschaftsordnung darstellen. Die größte Ungerechtigkeit der Welt besteht für sie nämlich nicht darin, dass die Schönheitsindustrie Frauen unrealistische Ideale aufzwängt, sondern dass sie es nicht schaffen, sich ihnen erfolgreich zu unterwerfen. Zum Ausgleich sind die umwerfend gutaussehenden (=dünnen) Frauen in solchen Büchern immer unmögliche Bitches oder männerlos (=noch schlimmer), und die größte Gnade für die Protagonistin ist es, ein Männchen zu finden, das sich nicht an ihren (vermeintlichen) Imperfektionen stört. Wenn diese Frauen eine revolutionäre Innovation für die Welt bewirken dürften, würden sie wahrscheinlich kalorienlose Schokolade erfinden.

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