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Außenstelle HH

Ich glaube, dieses Wochenende habe ich so viel gemacht wie normalerweise in zwei Wochen oder so. Ich bin die ganze Zeit nur durch Hamburg gerannt und habe 100 000 Dinge erledigt und hatte noch nicht mal Zeit zum Essen und hatte dabei immer das Gefühl, dass ich bald den Kopf verliere. Es war dann aber auch toll, in so kurzer Zeit so viele Leute wiedersehen zu können. Die meisten Leute sind zwar umgezogen, wohnen aber alle noch im genau gleichen Bereich (Schanze und Pauli natürlich, was anderes geht nicht, auch wenn man für ein mieses Loch 800DM zahlen muss, wie Sandra Grether) und haben sich äußerlich eigentlich auch gar nicht verändert. Nicole wohnt zwar nicht mehr mit Thees zusammen, aber ihr Hund Goo ist noch genauso wahnsinnig wie früher: ich habe noch NIE so viel Energie in so einem kleinen schwarzen Fell verteilt gesehen - wie ein manischer Gummiball, der ständig total unnachgiebig deine Aufmerksamkeit einfordert.

Vom Wetter war ich völlig schockiert, es war klirrend kalt und zwischen Berlin und Hamburg lag echt Schnee! Bevor es hier in Wien geschneit hat! Unfassbar. Und das rauhe Klima dieser Stadt war mir auch nicht mehr so richtig vertraut, dass da die Leute auch Sonntag morgens um acht in der S-Bahn aus ihren Bierdosen saufen oder dir abends auf dem Kiez ziemlich selbstverständlich vor die Füße gekotzt wird, und die Häuser sind oft ziemlich gammlig und riechen nach altem Essen... das ist man im cleanen Wien gar nicht mehr gewöhnt. Irgendwie hat’s mich fasziniert und so ein bisschen bürgerlich schockiert. Ich habe richtig gemerkt, wie ich auf einmal so einen soziologischen Blick auf die Deutschen gerichtet habe, so auf die Tour, aha, so sindse also, die Deutschen, und was kauft man hier so ein im Supermarkt? Irgendwie schön, wenn es vertraut ist und doch exotisch.

Naja, und das Programm war auch sehr voll und ganz gut, tagsüber war ich ja immer auf Espressiva, was mehr so ein lockerer Meinungsaustausch war, und dann habe ich ja noch Parole Trixi fürs intro interviewt und abends war ich einmal im Hafenklang auf Lali Puna und den Twiggy Killers, wo es echt höllenvoll war (FSK hat organisiert, da könnte sich orange echt freuen, wenn die auch nur halb so eine treue Szene-Gefolgschaft hätten). Als erstes ist mir mal der Spilker entgegengekommen, der ja mindestens 2 Meter hoch sein muss! Überhaupt sind die Hanseaten alle so verdammt lang, dass ich überhaupt nicht dran denken konnte, was von der Bühne zu sehen.

Am nächsten Abend war dann intros Venker in town und wollte natürlich, wie alle out-of-towners in den Pudel. Obwohl Erik und Dörte auf so einer Privatparty mit Nicole und Brit waren und dann vielleicht noch in die Mutter wollten, habe ich mich für Pudel entschieden, weil der mir näher schien. War auch gut so, denn dort war Dial-Abend und Dave (Carsten Jost) und Pete (Lawrence) haben aufgelegt (kann mir mal jemand sagen, warum die so komische Namen/Pseudonyme haben??) und es hat mir seeehr gut gefallen, obwohl wir im kleinen Kämmerchen ums Eck standen und wenig gehört haben. Ich war dann fast schon bereit, noch alleine dazu bleiben oder noch mal umzudrehen, aber Sandra brauchte ja eine CD von mir.

Bei Thees in der Wohnung war ich, abgesehen vom wohl schon monatelang andauernden Umzugschaos, total fasziniert davon, dass überall uralte Zeitschriften aufgeschlagen rumlagen: Punk Planet von 97 aufm Klo lasse ich mir ja noch einreden, aber der Spiegel-Jahresrückblick 98 auf dem Sofa?? Ich weiß ja nicht.

Naja, habe dann nur 2 Stunden geschlafen heute nacht und dann prompt verpennt, habe den Scheiß-ICE (mein neues altes Feindbild) aber dann doch noch erwischt. Und jetzt bin ich wieder hier. Anstrengend, aber schön war’s, abgesehen von der menschlichen Katastrophe, die sich (nicht) abgespielt hat.

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trauerarbeit

lisa ist tot. lisa ist der hund meiner schwester. vor zwei, vielleicht drei wochen ist sie bei mir gewesen, eigentlich habe ich sie da erst kennengelernt. und ich habe ihren hunger kennengelernt, der sie so lustig und sympathisch macht. so süss auch. weil lisa will dauernd essen, und ist dafür bereit, alle erdenklichen kunststücke aufzuführen. sie zappelt hin und her zwischen sitz und platz, zwischen bleib und komm, zwischen nein und lisa! und am besten kann sie ganz traurig schauen. mehr als ein hundeblick ist das ein bittersüsser ichzerbrecheaussehnsuchtblick.

lisa hat natürlich auch heimlich gegessen. meine schwester und bth haben gemeint, sie ist ein staubsauger. und ich muss jetzt denken, dass sie an dem ganzen staub, dem dreck, den sie da so aufgesaugt hat, zugrundegehen musste. dabei hat sie seit wochen offiziell nur reis und karotten gegessen.

im radio spricht ein schweizer psychologe von tunnelbegehungen ein jahr danach, und ich denke: wenn nun ein staubsaugermagen zweieinhalb menschenjahre lang alles aufgesaugt hat, dann kann ihm doch kein dreck mehr was anhaben. trotzdem hat lisa eine darmkrankheit und muss anfang dieser woche operiert werden. das macht mich richtig sauer. drei tage lang muss sie allein im krankenhaus bleiben. da will ich gar nicht in ihre augen schauen. aber donnerstag gehts ihr endlich besser und sie kommt nach hause. freitag um fünf uhr früh ist sie tot.

aber das kann ich gar nicht wissen, und ich beantworte lieber mails zu postkarten. vielleicht ist lisa ja gar nicht an ihrem magen, sondern an ihren augen gestorben. und links oder rechts von europa gibts auch was zu tun.

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