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Schwarzblau II

Ankunft am Ballhausplatz heute nachmittag. Einige hundert eindeutig als Alternativ-Gesindel erkenntliche Leute stehen herum, begrüssen sich gegenseitig und haben sich schon lang nicht mehr getroffen. Am Rand steht eine Gruppe mit gelben Overalls und "Wolfgang Schüssel"-Transparenten. Zuerst dachte ich an eine gefinkelt-subversive Aktion überaffirmativen Charakters, doch dann waren es wirklich JPVler, die schon am Mittwoch (!) eine Kundgebung an diesem Platz angemeldet hatten. Diese Pro-RegierungsdemonstrantInnen wurden von einer Reihe Ordnungshütern mit Schildern und Kunststoff-Prügeln auch strikt von linken Mob getrennt, wie schon in Genua wurde klar: Die Polizei schützt den schwarzen Block! Alles in allem eine etwas groteske Situation.

Gegen 16 Uhr wurden es dann doch immer mehr ManifestantInnen, im Gegensatz zum Standard würde ich dann doch eher mit der Zählung des Magazins Tatblatt (700) übereinstimmen. Als einige mit Adleraugen das Bundeskanzleramt beobachtende ZeitgenossInnen den Auftritt der neuen Regierung vor dem Bundeskanzleramt bemerken, ertobte vehementer Lärm hinter den Absperrgittern und einige Explosivkörper werden geworfen. Die ProtagonistInnen der neuen - alten - Koalition der herrschenden Partei mit diesem Skelett einer Partei konnten aber ungestört zum Bundespräsidenten flanieren.

Die etwa 300 Mann starken Ordnungskräfte sorgten auch danach noch für Sicherheit, indem sie römischen Legionären gleich in etwa drei Metern Abstand zur Gitter-Absperrung zwei beeindruckende Reihen Schilder-Barrieren bildeten. Doch dann war das Spektakel vorbei und die Reihen der ManifestantInnen lichteten sich. So war das 2003.

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Alarmstufe orange

Schon merkwürdig, wenn in der Apotheke die distinguierte pharamzeutisch-technische Assistentin mit Goldrandbrille über die Krakelschrift auf dem Rezept den Kopf schüttelt - mit einer roten Clownsnase im Gesicht. Oder wenn ein anderer Apothekenangestellter im lila Nonnengewand dahergesegelt kommt und einer Kundin zuruft "Friede sei mit euch! Alaaf!". Oder wenn man gerade als letzte die Sprechstunde der Ärztin verlässt, aus dem Empfangszimmer lustige Rockmusik erklingt und ein als Clown verkleideter Mitarbeiter mit gefüllten Sektgläsern und Luftschlangen angetrabt kommt.

Bis jetzt ging's ja noch ganz gut, es hat mich auf der Straße noch niemand angepöbelt, angegrabscht oder angekotzt. Ich habe aber Angst vor dem Heimweg von der Arbeit heute abend. Okay, tief durchatmen. Japs japs.

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falscher gendertrouble im kulturbunker

gestern abend habe ich mich in den kulturbunker vorgewagt, was ja schon mal schlimm genug klingt. habe ich mich da vor der kultur eingebunkert oder die kultur gebunkert? hauptsache hier tun sich trennlinien auf.

anlass war auf jeden fall die mitek-labelnacht, die derzeit durch die lande zieht. mich zog vor allem andreas tilliander hin. der kam live recht routiniert rüber, hat aber leider nicht wirklich geschockt, sondern sich eher an der oberfläche seiner tracks abgearbeitet.

und claudia bonnarelli hat sich nicht als female artist und auch nicht als trans-gender person entpuppt. headliner hakan lidbo meinte dazu halb im scherz, aber leider nicht unbegründet, solche verwirrenden namensspielereien seien the only way to get female artists into this kind of computermusik. allerdings flüsterte er mir auch, dass im herbst auf mitek das werk einer "echten" frau veröffentlicht wird. den namen habe ich aber noch nicht parat.

draussen läuft derweil hübsch lustig, munter und alkoholselig (sprich: jeck) alaaf supreme. helau, kann ich dazu nur sagen.

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Squat-Elektro

Ist jetzt schon ein paar Tage her, da gabs wieder mal einen netten Abend im EKH. Anscheinend schmeissen die ihr Anti-Pop-Ressentiment so nach und nach auf den Müllhaufen der Geschichte. Und so durften Mediengruppe Telekommander den Abend eröffnen. Die sind zwar abgesehen von den Drum-Playbacks noch sehr klassisch mit Gitarre und Bass unterwegs und manche Songs klingen fast wie zeitgenössischer Deutschpunk a la Dackelblut-Imperium goes Elektro, aber im grossen und ganzen sehr nett. Bei den Telekommander-Lyrics bin ich mir zwar nicht immer so ganz sicher (worum gehts in dem Song "Fraun sind besser?"), aber immerhin gibts ihre EP vollständig zum runterladen. Danach haben die kanadischen Rocker Removal gespielt - eine Art Instrumentalversion von ACDC meets QOTSA meets Nomeansno. Aber das interessiert hier wohl niemanden ausser mir, zwinker zwinker.

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Auf Wiedersehen Lenin

Am Samstag haben Arno und ich uns "Good-Bye Lenin" angeschaut. Entgegen meiner Erwartung war dieser neue deutsche Film eigentlich kaum klamaukig, sondern eher ganz rühend sozial-romantisch. Da geht es ja um einen jungen Mann, dessen ddr-engagierte Mutter kurz vor dem Mauerfall ins Koma fällt. Als sie wieder aufwacht, hat sich alles geändert, aber er will das vor ihr geheimhalten, weil er glaubt, dass sie das nicht verkraftet. Dabei erschafft er dann, gemeinsam mit einem neuen Westberliner Kollegen, durch geschickte Video- und Marken-Fälschungen die DDR, die er sich immer gewünscht hätte. Ziemlich lustig und oft auch bewegend. So viel Utopie, da wird es ganz warm ums Herz.

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